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Scoring

fl(=picc).cl(=bcl)-perc(1):2wdbl/glsp/sizzle cym/gongs(C#,F)/2wood dr-pft-vln.vla.vlc.db

Abbreviations (PDF)

Publisher

B&B

Territory
This work is available from Boosey & Hawkes der ganzen Welt.

World Premiere
11/8/1995
NDR, Studio 10, Hamburg
Ensemble "das neue werk" / Dieter Cichewiecz
Programme Note

Das Stück Gestalt bildet den zweiten Teil eines Zyklus‘ von drei Kammermusikwerken, deren erstes den Titel Vergessenes Bild trägt und deren Abschluß das Stück Geheimer Raum bildet.
Trotz der abstrakten Benennungen und dem unspektakulären Untertitel Kammersonate sind die Stücke für Detlev Glanert ein Experimentierfeld; hier hat er die Gelegenheit, neue Dinge mit musikalischer Semantik, mit Phrasierung, Proportionsverhältnissen und Stille auszuprobieren, die ihm neue Möglichkeiten für Orchestermusik und Oper eröffnen.

In den letzten Jahren interessieren den Komponisten Tänze, rhythmischer Puls und die Beschäftigung mit metrischem Schwerpunkt-Denken; das Stück Gestalt ist ein weitergehender Versuch in dieser Richtung.
Die Besetzung mit Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola, Cello und Kontrabass scheint die größten Möglichkeiten innerhalb einer kleinen Besetzung zu bieten – der Klang lässt sich wie ein Muskel in die Höhe, Breite und Tiefe dehnen (deshalb wurde diese Besetzung für alle drei Kammersonaten gewählt).
Das ganze Stück und sein Material kreisen um den Zentralton cis: Es bildet eine Kette von Tönen (keine Reihe), die sich in ständiger Umordnung befindet und so verschiedene Stadien erreicht. Das "Ticken" der Holzblocks vor allem am Anfang und am Ende kommt nicht von ungefähr, denn so ensteht eine Assoziation mit dem Begriff Zeit. Man kann also unter dem Stück eine Klang-Zeit-Skulptur verstehen, die sich langsam – vor unserem inneren Auge – dreht und immer neue und andere Einblicke in das unveränderliche Material gestattet.
Thomas Tangler

Press Quotes

"Gestalt spielt unter Rückgriff auf klassische Verarbeitungsmethoden mit Stimmungen, die durch gewaltige Energien gestört werden – plastische Gegensätzlichkeit, die klanglicher Härte um ihrer selbst willen entsagt." (Hans-Jürgen Thiers, Thüringer Landeszeitung, 05.04.2002)

"Auffällig ist die scharf pointierte Rhythmik in Gestalt. Die Klang-Zeit-Skulptur, wie Glanert sie nennt, ist von hauchfeiner Spannung durchzogen, die überraschend, aber gezielt formuliert zum Abschluß im Abwärtsglissando der Streicher zerfällt." (Daniel Hondack, Thüringer Allgemeine, 05.04.2002)

"Vom ‘Zeit-Ticken’ (Endzeit-Ticken?) des Holzblocks zu Beginn und am Ende über kleine Sehnsuchtsfenster nach ‘schönen alten Klängen’ bis hin zu harschen Kreisch- und Schreimomenten ist eine faszinierende Klang-Zeit-Skulptur entstanden, die rhythmisch pulsiert, vegetative Schübe des Tanzes (mit Jazz-Anklängen) zuläßt, zugleich aber auch der Stille Raum gibt. Glanert hält mit seinen Mitteln haus. Er hütet sich, so lange Rahm zu schöpfen, bis nur noch Magermilch übrigbleibt. Seine Form ist ausgerundet, Spannung nicht überstrapaziert. Seine Gestalt bleibt kostbar." (Lutz Lesle, Das Orchester 9/1996)


Subjects
Recommended Recording
cd_cover

Ensemble >das neue werk< Hamburg / Dieter Cichewiecz
musicaphon M 55706


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